Montag, 30. November 2015
Das Leben ist manchmal ein Arschloch
stadtneurotikerhh, 18:37h
Es ist schon irgendwie komisch. Ich selber wohne ja in Hamburg, bin aber gestern spontan nach Berlin gefahren. Erstmal nichts besonderes. Macht ja jeder mal.
Was aber kaum noch jemand macht, ist stehen bleiben und kurz innehalten. Alle rennen durch die Gegend und sehen die Welt meistens nur noch durch den Sucher ihrer Kamera oder ihrem Handy, wenn sie damit nicht grade in sozialen Netzwerken unterwegs sind.
Was hat das jetzt mit meinem Trip nach Berlin zu tun? Ich komme aus der einen Metropole und bin in der Anderen. Außer, dass es zwei völlig unterschiedliche Städte sind, verhalten sich die Menschen exakt identisch.
Keiner hält mehr inne.
Alles ist schneller geworden. Keiner hat mehr Zeit für irgendetwas. Nichts bleibt mehr stehen. Immer in Bewegung. Wenn die Menschen nicht nur völlig an sich selbst interessiert sind, dann schauen sie kaum noch von ihren Smartphones hoch.
Es ist so schwierig geworden jemanden ins Gesicht, geschweige denn in die Augen zu schauen. Nicht nur zum flirten, auch um einfach mal ein ehrliches Lächeln zu schenken und vielleicht eins zurück zu bekommen.
Ich sitze grade in einem Café in der Nähe des Alexander Platzes und schreibe. Klar könnte ich sagen, dass ich in meinem Rechner vertieft bin. Mit dem feinen Unterschied, dass ich verdammt lange für diese Zeilen brauche, da ich mir draußen und drinnen die Menschen ansehe und beobachte, was sie tun, wie sie sich bewegen, wie sie schauen.
An dem Tisch mir gegenüber sitzt ein Pärchen mittleren Alters. Anstatt sich zu unterhalten, schaut er sich die geschossenen Fotos auf seinem Smartphone an und sie scheint offensichtlich zu schreiben. Daneben zwei junge Schülerinnen, die anscheinen für einen Test lernen oder Hausaufgaben machen. Auch sie schauen kaum von ihrem Papier auf. Die restlichen Tische sind gefüllt mit Leuten, die alleine sitzen. Alle haben ihr Smartphone in der Hand. Dazu muss man sagen, dieses Café ist rund um Panoramaverglast ist. Draußen gibt es soviel zu beobachten. Nicht nur draußen, seit dem ich hier sitze, fliegen und hopsen zwei Spatzen durch das Café, von Tisch zu Tisch. Die finden keinerlei Beachtung.
Wie soll man noch Schönheit erkennen, wenn man nicht mehr stehen bleibt und kurz mal inne hält? Wie soll man sich selbst noch wieder entdecken, wenn man sich selbst dazu einfach die Zeit nicht gibt? Wann hast du dir das letze mal die Zeit dazu geben?
Ich habe es wieder lernen müssen und habe dadurch so viel gewonnen.
Bleib einfach mal stehen. Sieh dich um. Schau von deinem Smartphone hoch.
Entdecke, was um dich rum passiert. Bleib stehen.
Was aber kaum noch jemand macht, ist stehen bleiben und kurz innehalten. Alle rennen durch die Gegend und sehen die Welt meistens nur noch durch den Sucher ihrer Kamera oder ihrem Handy, wenn sie damit nicht grade in sozialen Netzwerken unterwegs sind.
Was hat das jetzt mit meinem Trip nach Berlin zu tun? Ich komme aus der einen Metropole und bin in der Anderen. Außer, dass es zwei völlig unterschiedliche Städte sind, verhalten sich die Menschen exakt identisch.
Keiner hält mehr inne.
Alles ist schneller geworden. Keiner hat mehr Zeit für irgendetwas. Nichts bleibt mehr stehen. Immer in Bewegung. Wenn die Menschen nicht nur völlig an sich selbst interessiert sind, dann schauen sie kaum noch von ihren Smartphones hoch.
Es ist so schwierig geworden jemanden ins Gesicht, geschweige denn in die Augen zu schauen. Nicht nur zum flirten, auch um einfach mal ein ehrliches Lächeln zu schenken und vielleicht eins zurück zu bekommen.
Ich sitze grade in einem Café in der Nähe des Alexander Platzes und schreibe. Klar könnte ich sagen, dass ich in meinem Rechner vertieft bin. Mit dem feinen Unterschied, dass ich verdammt lange für diese Zeilen brauche, da ich mir draußen und drinnen die Menschen ansehe und beobachte, was sie tun, wie sie sich bewegen, wie sie schauen.
An dem Tisch mir gegenüber sitzt ein Pärchen mittleren Alters. Anstatt sich zu unterhalten, schaut er sich die geschossenen Fotos auf seinem Smartphone an und sie scheint offensichtlich zu schreiben. Daneben zwei junge Schülerinnen, die anscheinen für einen Test lernen oder Hausaufgaben machen. Auch sie schauen kaum von ihrem Papier auf. Die restlichen Tische sind gefüllt mit Leuten, die alleine sitzen. Alle haben ihr Smartphone in der Hand. Dazu muss man sagen, dieses Café ist rund um Panoramaverglast ist. Draußen gibt es soviel zu beobachten. Nicht nur draußen, seit dem ich hier sitze, fliegen und hopsen zwei Spatzen durch das Café, von Tisch zu Tisch. Die finden keinerlei Beachtung.
Wie soll man noch Schönheit erkennen, wenn man nicht mehr stehen bleibt und kurz mal inne hält? Wie soll man sich selbst noch wieder entdecken, wenn man sich selbst dazu einfach die Zeit nicht gibt? Wann hast du dir das letze mal die Zeit dazu geben?
Ich habe es wieder lernen müssen und habe dadurch so viel gewonnen.
Bleib einfach mal stehen. Sieh dich um. Schau von deinem Smartphone hoch.
Entdecke, was um dich rum passiert. Bleib stehen.
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